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Deutschland 1958. Regie: Kurt Maetzig und Günter Reisch |
Der Film sollte wohl die deutsche Antwort auf Panzerkreuzer Potemkin sein, er ist allerdings künstlerisch weniger ambitioniert. Man gewinnt den Eindruck, dass sich die beiden Regisseure, nachdem jeder seine Teile gedreht hatte, nicht einigen konnten, welche Szenen nun weggelassen werden könnten. So wurde der Film 118 Minuten lang und es mangelt ihm an Stringenz. Auch wenn manches eindrucksvoll geschildert wird, z.B. der Hass auf die Offiziere, der sich dann im Abreißen der Schulterklappen entlud, bleiben die größeren Zusammenhänge unklar, z.B. wird nicht erwähnt, dass es ab dem 3.10.1918 eine neue Regierung gab, in der auch zwei Sozialdemokraten saßen. Trotz des Friedensgesuchs der neuen Regierung plante die Marineleitung die letzte Offensive, deswegen konnten sich die meuternden Matrosen auf Seiten der Regierung wähnen. Im Film bleiben die Berliner Ereinisse sehr unscharf, ebensowenig wird deutlich, inwiefern sich die Forderungen der jeweiligen Strömungen der Arbeiterbewegung unterschieden.

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