Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

30.10.19

Josef Hader

Komm, süßer Tod (2000)
Silentium (2004)


Der Knochenmann (2009)


Der Aufschneider (2010)
















Das ewige Leben (20159













07.10.19

Synonymes


















Es war ein ziemlich großer Fehler diesen Film, in dem es darum geht, dass der Protagonist die französische Sprache lernt, auf deutsch anzuschauen. Außerdem war es ein Fehler in die Spätvorstellung zu gehen, denn sein Plot ist nicht die Stärke des Films.

Und der Zukunft zugewandt















Stefan Kurt als Leo Silberstein und Alexandra Maria Lara als Antonia Berger

Der Filmtitel entspricht dem zweiten Vers der Nationalhymne der DDR und ist passend gewählt. Die Kommunisten, die, wie z.B. Wilhelm Pieck, schon im Kaiserreich und der Weimarer Republik oppositionelle Politik gemacht hatten und 1933 zuschauen mussten, wie ihre Partei zerschlagen wurde, waren in den Jahren 1952 und 53, in denen der Film spielt, schließlich doch noch in die Situation geraten einen sozialistischen Staat aufbauen zu können. Um die Bevölkerung der DDR dafür zu gewinnen, hielten sie es für notwendig, deren Rolle im Nationalsozialismus und auch die stalinistischen Säuberungen zu tabuisieren. Dieses politisch-moralische Dilemma zeigt der Film am Beispiel der Figur der Antonia Berger, die sich, obwohl die SED ihr abverlangt über ihre Zeit in einem sowjetischen Lager zu schweigen, zum Verbleib in der DDR entscheidet

Robert Seethaler: Der Trafikant (2012)

Dieser relativ neue Roman erzählt in gekonnt klassischer Form (Er-Erzähler, Außenperspektive, meist personales Erzählverhalten, chronologisch) die Geschichte des Zeitungs- und Zigarettenverkäufers Franz Huchel. Der Roman ist trotz der konventionellen Erzählweise gut und nicht kitschig, was vermutlich an seinem Ende liegt (bzw., wenn man die Beziehungen betrachtet, die Franz in Wien knüpft, an seinen Enden).

Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott (1937)

Ein spannender, gut geschriebener, politischer Krimi, den nicht zu kennen, eine sehr große Bildungslücke war.

Hans-Ulrich Treichel: Der Verlorene (1999)

Ein kurzer Roman, der dadurch überzeugt, dass er konsequent aus der Sicht eines Heranwachsenden erzählt. Der Ich-Erzähler beschreibt die Welt der Erwachsenen so komisch, wie sie ist.

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