Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

12.02.14

Filmgenres


Woody Allen, Blue Jasmin, 2013
Tragikomödie

Jim Jarmusch, Only Lovers Left Alive, 2013
Barocke Rocknummer

Christoph Hochhäusler, Unter dir die Stadt, 2010
„Realismus ist immer Neo-, Sur-, Super-, Hyper-.“ (Frieda Grafe)

Justin Chadwick, The Other Boleyn Girl, 2008
So wie der Banker in Hochhäuslers Film seinen Angestellten nach Jakarta befördert, so verpasst Henry VIII. den Ehemännern der Boleyn Girls Aufgaben abseits des Hofes, um die Frauen für sich zu haben. Ein biblisches Motiv.

Rainer Werner Fassbinder, Die Sehnsucht der Veronika Voss, 1982
Krimi

Terrence Malik, Badlands, 1973
Roadmovie

Robert Altmann, McCabe & Mrs. Miller, 1971
Western: „McCabe & Mrs. Miller ist zur Blütezeit des New Hollywood entstanden, jener kurzen Phase in der Geschichte der Traumfabrik, in der die alten Studio­bosse abdankten und die neuen Konzernbosse noch nicht die Zügel fest in der Hand hatten - und junge Autoren und Regisseure das Machtvakuum nutzten und ihre künstlerischen Vorstellungen fast ohne Intervention durchsetzen konnten. McCabe hat einen Traum. Er will in der gerade entstehenden Stadt ein Bordell mit einem Badehaus einrichten und schnell reich werden. Es gibt Bodenschätze hier, Bergwerke entstehen, und McCabe hält bald Beteiligungen. Auftritt Mrs. Miller (Julie Christie): Sie hat ihre Träume längst hinter sich. Pragmatisch macht sie McCabe klar, dass er als Mann für das Unternehmen Bordell dringend eine Geschäftspartnerin braucht. Hier, wo eine Liebesbeziehung keimen könnte, die Frau den wilden Westerner zu domestizieren hätte, signalisiert Altman bereits durch das ,,&“ im Titel, dass es um etwas anderes geht – eine Firma, eine Beziehung zwischen Mann und Frau, die auf Geld beruht. Selbst wenn der Romantiker McCabe später zu Mrs. Miller ins Bett steigt, wird sie immer wieder auf ihre Geldschatulle auf dem Nachttisch deuten. Die Illusion der Liebe und andere zivilisatorische Annehm­lichkeiten sind nur gegen blanke Dollars zu haben. Doch der Aufstieg des Klein­unternehmens McCabe & Miller ist im nach Westen expandierenden Kapitalis­mus zugleich der Anfang vom Ende. Eine anonyme Bergwerksgesellschaft schickt bezahlte Killer, die McCabe, der sich selbst mit einem Westernheroen verwechselt, gerade noch erledigen kann. Er stirbt dabei – ähnlich sinnlose und einsame Western-Tode gibt es nur noch bei Sam Peckinpah.“ (Bodo Fründt im Klappentext der DVD)

Éric Rohmer, La Collectionneuse, 1966
Essay darüber, wie sich Intellektuelle die Gründe für ihr Handeln zurechtlegen.

Benjamin Christensen, Das geheimnisvolle X, 1914
Spionagethriller

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