Walter Benjamin
Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.
14.10.15
Dominik Graf: Die geliebten Schwestern (2014)
thüringische Hirten-Szene anno 1788
Wenn ich mich recht erinnere, fordert Schiller in naive und sentimentalische Dichtung, die Idylle nicht in Griechenland und in der Antike zu platzieren, weswegen dann z.B. auch der Tell mit einer idyllischen Szene beginnt. Demnach wären dem Regisseur hier einige idyllische Szenen in Schillers Sinne gelungen, die "den Menschen im Stand der Unschuld, d.h. in einem Zustand der Harmonie und des Friedens mit sich selbst und von außen dar[zu]stellen." Eine gute Sache für die 90 Minuten im Kino, denn "die Idee dieses Zustandes allein und der Glaube an die mögliche Realität derselben kann den Menschen mit allen den Übeln versöhnen, denen er auf dem Weg der Kultur unterworfen ist (...)." Schiller, Über naive und sentimentalische Dichtung, 1795
N.W.A.
N.W.A in March 1989. Back row, from left: DJ Yella, Dr. Dre and M.C. Ren (Kings cap). Front, from left: Ice Cube and Eazy-E.
Neulich habe ich den Film “Straight Outta Compton” gesehen, der einige 20 Jahre alten Vorurteile über den Gangster-Rap ausgeräumt hat. Schade, dass ich Bands wie N.W.A oder Public Enemy damals nicht näher beachtet habe, was vielleicht daran lag, dass ich einige Jahre zu jung bin (die Sachen von Ice-T, die erschienen, als N.W.A. sich schon aufgelöst hatten, habe ich viel gehört).
13.10.15
Drei Männer im Schnee
1955, Regie: Kurt Hoffmann, Drehbuch: Erich Kästner
Einer der in den 50er Jahren in Deutschland beliebten Heimatfilme. Bereits die Uraufführung am 7. September 1934 am Schauspielhaus Bremen (Regie: Fritz Saalfeld) war ein großer Erfolg. Kein Wunder, geht es doch um die Versöhnung der Klassen.
„Heiteres Lustspiel nach
Kästners Erzählung vom reichen Mann, der sich sein menschliches Herz bewahrt
hat. Ob seiner natürlichen Frische als nette Unterhaltung ab 14 gerne zu
empfehlen.“ Evangelischer Film-Beobachter, Kritik Nr.
705/1955
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