Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

19.03.14

über den Historiker Veit Valentin

Veit Valentin war Republikaner und Weltbürger – vor allem aber: Ein deutscher Historiker, der schreiben konnte. Sein klassisches Buch über die Deutsche Revolution sollte jeder Geschichtsstudent kennen. von Ralf Zerback

Die Weimarer Republik war weiß Gott ein zerbrechliches Gebilde. Sie hätte die Unterstützung auch von Historikern gut gebrauchen können. Doch es war nur ein kleines Häuflein, das ihr beistand. Die meisten blieben preußisch-deutsch, kaisertreu und antidemokratisch, die Ideen von 1789 waren ihnen wälscher Trug. Nur wenige grüßten das Schwarz-Rot-Gold der Republik und bekannten sich zu der freiheitlichen Tradition der eigenen Geschichte, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts verschüttet worden war. Zu ihnen gehörte Veit Valentin, einer der besten deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts.
Das Leben dieses Geradlinigen nahm einen kurvenreichen Lauf: Es ist die gebrochene Biografie eines Intellektuellen, der sich nicht brechen, nicht zum Verrat verführen ließ. Ein unendlich kenntnisreicher Mann, ein freier Geist. Vor allem aber, und das bleibt in diesem Land ein besonderes Mirakulum: ein Historiker, der schreiben konnte. Sein Esprit, seine stilistische Brillanz beeindrucken. Seine Bücher, allen voran seine große Geschichte der deutschen Revolution 1848–1849, aber auch seine Weltgeschichte und die Geschichte der Deutschen, sind Leseklassiker geblieben.
Vielleicht war ihm der souveräne Stil von Haus aus mitgegeben. Die Mutter schrieb Musikhistorisches, der Vater (er heißt ebenfalls Veit Valentin) war Gymnasialprofessor und verfasste allerlei über Kunsthandwerk und Kunst, über Horaz, die Renaissance und immer wieder über Goethe. Das letzte Thema mag mit der Heimatstadt zusammenhängen, mit Frankfurt am Main, wo auch Veit Valentin der Jüngere 1885 geboren wird. Protestantische Weltbürger sind die Valentins – und Lokalpatrioten.

Mit 21 Jahren schon Doktor

18 Jahre alt, beginnt der junge Mann sein Studium in Heidelberg. Es fällt ihm leicht. Sein Lehrer, der Historiker Erich Marcks, hält große Stücke auf das junge Talent, wenngleich es ihm etwas stürmisch erscheint. Finanziell geht es dem Studenten schlecht, 1900 ist der Vater gestorben, und immer wieder muss der Sohn bei der Mutter betteln. Und doch: 21 Jahre ist Veit Valentin, als er die Promotion abschließt, vier Jahre später hat er sich habilitiert. Zwar bleibt er inhaltlich und methodisch zunächst in den Bahnen der zeitgenössischen Wissenschaft, doch im Stil macht sich sein Talent schon bemerkbar.
Und es schimmert auch schon das Interesse an neuen Themen auf: In seiner Dissertation über das Frankfurt der Vormärzzeit beleuchtet er die sozialen Strukturen der Stadt, und mit der Habilitation zu Karl Fürst zu Leiningen greift er sich einen liberalen Achtundvierziger heraus. Eigentlich scheint der Weg gewiesen, die Professur nur eine Frage der Zeit. Doch will er dies überhaupt?
Valentin zweifelt, zögert. Er schreibt nebenbei viel Journalistisches, versucht sich an Dramen und Gedichten. Ein paar Kurzgeschichten werden in Zeitungen veröffentlicht, das macht ihm Mut. 1908, er ist gerade 23 Jahre alt, arbeitet er an der Heine-Ausgabe des Bong-Verlags mit. In dieser Zeit reist er viel, durch Skandinavien, Frankreich, England. Als er schließlich erkennt, dass es mit der freien Schriftstellerei nichts wird, bewirbt er sich auf eine Professur in Liverpool. Doch ein englischer Konkurrent erhält den Lehrstuhl.

Ende 1915 – seit mehr als einem Jahr versinkt Europa im Krieg – eröffnet sich ihm eine ganz andere Möglichkeit: Das Auswärtige Amt stellt ihn als wissenschaftlichen Mitarbeiter ein. Valentin hat sich mit kleineren Schriften zur deutschen Politik empfohlen. Nun soll er für das Ministerium eine Geschichte der Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg schreiben. Ein ehrenvoller Auftrag. Im Frühjahr 1916 ernennt man den 31-Jährigen in Freiburg zum außerordentlichen Professor, ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Ordinarius.
Aber es kommt anders. 1916 wird zum Wendejahr seines Lebens. Die Stimmung in Deutschland ist von Nervosität gezeichnet, der unerwartet lange Krieg führt zu innenpolitischem Streit. Die Scharfmacher auf der Rechten wollen einen massiven U-Boot-Krieg führen. Die Speerspitze dieser Gruppe ist der Alldeutsche Verband, ein Proto-Naziverein, der reichsweit ein einflussreiches Netz geknüpft hat. Während ringsum an den Fronten Abertausende umkommen, träumen die alldeutschen Herrenzimmer-Strategen von einem germanischen Riesenreich, das sich halb Europa und Afrika unterwerfen soll.

Von den Alldeutschen kaltgestellt

Vor diesem Hintergrund kritisiert Valentin in einer Rezension für die Preußischen Jahrbücher ein Elaborat des Alldeutschen-Funktionärs und späteren NS-Politikers Graf Ernst zu Reventlow. In seiner Politischen Vorgeschichte des Großen Krieges habe Reventlow "systematische Irreführung" und "historiographische Demagogie" betrieben. Auch macht Valentin in einem Gespräch mit zwei Anhängern der Alldeutschen abfällige Bemerkungen über das Idol aller Reaktionäre, den Großadmiral Alfred von Tirpitz. Der hat die Flottenrüstung vorangetrieben, dankt aber 1916 als Chef des Reichsmarineamtes ab.
Das alldeutsche Netzwerk funktioniert. Valentin wird der Prozess gemacht – juristisch wie publizistisch. Das ist das Ende der Hochschullaufbahn. Vor allem der Prorektor der Freiburger Universität, Georg von Below, ein scheppernder Konservativer, sorgt dafür, dass Valentin keine Chance mehr in der universitären Wissenschaft bekommt. Voller Hass zieht Below die Strippen. Ist es Neid auf das junge Talent? Möglicherweise. Eher aber wohl der Zorn über Valentins "schlappe" Haltung in der Kriegsfrage.
Der junge Gelehrte jedenfalls hat sich überschätzt. Vielleicht geblendet von den frühen Erfolgen, glaubte er, sich als Einzelkämpfer durchsetzen zu können. Er wird, im doppelten Wortsinn, zum "Fall Valentin" – so bezeichnet noch Jahre später die überregionale Presse den Konflikt. Es kommt sogar zu einem Beleidigungsprozess, der in einem Vergleich endet – was seine Feinde nur noch mehr anstachelt. Valentin denkt an Selbstmord. Er fängt sich wieder, die Rückkehr in die Heimatstadt, zur Familie, zur Schwester und zur Mutter, hilft ihm bei der seelischen Genesung. 1917 muss er auf seine Venia Legendi verzichten, im selben Jahr schickt man ihn als Telegrafisten an die Front.
Kurz nach Kriegsende heiratet er die Gutsbesitzerstochter Ilse von Münchhausen, ein, wie er schreibt, "richtiges Landkind, blühend vor Leben und Gesundheit", dabei "durch und durch gebildet". Zur selben Zeit erhält er eine Stelle als Archivrat im neuen Reichsarchiv in Potsdam, freilich umgeben und beargwöhnt von Offizieren, die dort ebenfalls ihr Auskommen suchen. Glücklich ist er wohl nicht, denn 1922 fühlt er vor, ob er Archivleiter in Frankfurt werden kann – vergeblich. Dafür lehrt er nun nebenbei an der Berliner Handelshochschule und der neuen Hochschule für Politik.
So beginnt das zweite Leben des Veit Valentin. In den zwanziger Jahren ist er auf der Höhe seines Schaffens, er schreibt – fast fiebrig, im Tempo der neuen Zeit – ungezählte Aufsätze und Artikel. Immer wieder über die große Revolution von 1848, doch ebenso über die Heroen der preußisch-deutschen Geschichte, über den Freiherrn vom Stein, über Bismarck, und auch ein schmaler, brillanter Band über Friedrich den Großen entsteht (der im Fridericus-Jahr 2012 von den Verlagen leider ignoriert wurde).
Zugleich engagiert er sich weiterhin politisch, kämpft für Menschenrechte, Frieden, für die junge Weimarer Demoktirae. Bereits 1918 ist er Mitglied der Deutschen Liga für den Völkerbund, er macht mit in der Liga für Menschenrechte und arbeitet für die linksliberale DDP. Seine Artikel erscheinen in Blättern, die entschieden liberal, demokratisch oder pazifistisch ausgerichtet sind, in der Friedens-Warte zum Beispiel und der legendären Berliner Weltbühne, dem Blatt von Carl von Ossietzky und Kurt Tucholsky, aber auch in der großen liberalen Frankfurter Zeitung, der Vossischen, dem Berliner Tageblatt. Seine elegante Eloquenz, seine gewinnende Persönlichkeit öffnen ihm viele Türen.

Archive in Karlsruhe und Moskau gesichtet

Valentins Lieblingsthema, die Revolution von 1848, bekommt in der Weimarer Republik neue Aktualität. Die Deutsche Revolution wird, 70 Jahre nach ihrem trüben Ende, zum "Vorkampf" des nun Erreichten, bis in die Symbolik hinein, bis hin zur schwarz-rot-goldenen Fahne; gemeinsam mit dem jungen Heraldiker Ottfried Neubecker gibt Valentin 1928 den Prachtband Die deutschen Farben heraus.
Und wieder geht er auf Konfrontationskurs zur universitären Wissenschaft. Denn dort gibt man sich schwarz-weiß-rot, trauert dem Hohenzollernreich nach und sieht Bismarck nach wie vor als größten Deutschen aller Zeiten. Valentin kümmert es nicht. Er schreibt an seinem Hauptwerk, der Geschichte der deutschen Revolution. Die beiden Bände erscheinen 1930 und 1931 bei Ullstein in Berlin.
Es ist sein Meisterstück, 1.400 Seiten stark. Obwohl es bereits etliche Darstellungen gibt, von liberaler wie konservativer wie sozialdemokratischer Seite, geht Valentin noch einmal den mühsamen Gang durch die Archive, durchkämmt die Aktenberge in Wien, Berlin, München, Dresden, Stuttgart, Karlsruhe und Frankfurt, ja sogar in Moskau. So ist denn viel mehr entstanden als nur ein Buch über die Revolution selbst. Valentin zeigt dem Leser das Leben im Biedermeier, er führt ihn durch die bunt-bizarre Welt der deutschen Länder mit den beiden Großmächten Preußen und Österreich und der "Kleinstaaterei" des Dritten Deutschlands. Diese Miniaturen, die regionale Vielfalt Deutschlands spiegelnd, sind bis heute voll faszinierender Einblicke in die politische Eigenart der Regionen, ja die Mentalität der Eingeborenen, ob in Bayern, Norddeutschland oder Sachsen.
Und dann die Akteure! Ein brillantes Porträt reiht sich an das andere, ziseliert und poliert, jedes Komma gesetzt mit Bedacht, gern auch mit boshafter Spitze. Ob nun Österreichs Kaiser Ferdinand als "ein geschwätziger, durchaus nicht immer harmloser Trottel" auftritt oder Metternich als "der geistigste und eleganteste unter allen Reaktionären", ob er uns Preußens König Friedrich Wilhelm IV. zeichnet – "eine warm-überquellende Natur, aber viel zu zerspalten, um ernsthaft zu sein" – oder Erzherzog Johann, den Reichsverweser ("ein harmlos geriebener Beschwichtigungsonkel"), oft genügen ihm wenige Striche, um zu pointieren. So trifft es denn auch die Revolutionäre selbst: den Präsidenten der Paulskirche Heinrich von Gagern ("Charakter weit mehr als Intellekt"), den Helden Robert Blum, der durchaus "ein grobgeschnitzter Apostel Petrus oder Jakobus auf einem niederrheinischen Altar" hätte sein können, und Friedrich Hecker, den "Revolutionsromantiker" und "Libertiner aus Gefühl und Edelsinn".
Treffsicher wie die Akteure sind Parteien, Ereignisse, Strukturen geschildert. Der Liberalismus "sah [...] angesichts der Volksbewegung [...] ein wenig altmodisch, unbeholfen und rührend aus". Zu den Parlamentariern der Paulskirche: "Der Überfluß an Wissen entsprach, wie so oft in Deutschland, einem Mangel an Temperament." Die Hinrichtung Robert Blums am 9. November 1848: "erwachsen nach altösterreichischer Manier aus einer Verbindung von Menschenverachtung, Staatsräson, Intrige und Schlamperei". Gegen Ende des Werks beschwört er – bei allem nationalen Pathos – die Idee einer europäischen Zukunft: "Immer [...] war aber Europa geistig eine Einheit", und: "Es gibt keine Isolation."

Selbst Gegner loben das Werk

Das Buch ist ein literarisches Kunst- und zugleich ein historisches Standardwerk, geschrieben freilich ganz für den interessierten Jedermann: "Mein Buch will einfach erzählen, also nicht argumentieren, definieren, konstruieren. Mein Buch will gelesen werden, und nicht nur von Fachleuten." Dabei hat das Werk hohe analytische Kraft, seziert die sozialen Strukturen. Die rechte Fraktion unter den Fachleuten findet natürlich wieder einiges zu mäkeln – handwerkliche Fehler kann sie indes kaum entdecken. Selbst ein konservativer Historiker (und zeitweiliger Nazi) wie der Münsteraner Ordinarius Kurt von Raumer würdigt die umfangreichen wissenschaftlichen Studien und räumt ein, das Buch gehöre zu den "bestgeschriebenen Geschichtswerken". In den liberalen und sozialdemokratischen Journalen wird das Werk bei Erscheinen gefeiert. Carl Misch etwa schreibt in der Vossischen Zeitung von einer "wissenschaftlichen Leistung ersten Ranges".
Einmal in Schwung, erscheint 1932 ein weiteres Buch, diesmal zum Hambacher Fest, zu dem sich 1832 in der Pfalz 30.000 Menschen für die Freiheit der deutschen Nation und der europäischen Völker versammelten. Doch die Erinnerung an die "erste deutsche politische Versammlung großen Stils" hat etwas Bedrückendes. Denn just im Jubeljahr 1932 ziehen die Nazis mit 230 Abgeordneten als stärkste Fraktion in den Berliner Reichstag ein.
Nach der Machtübernahme wird Valentins Stellung im Potsdamer Reichsarchiv prekär. Zwar ist er nicht "rassisch belastet", auch fühlen die neuen Herren vor, ob er möglicherweise Neigung zur Konversion verspüre, wie so mancher Republikaner in jenen Tagen. Aber da sind sie an den Richtigen geraten. Statt zum "Führer" bekennt sich Valentin offen zu seiner linksliberalen Haltung und schreibt, "daß mir die baldige Rückkehr zum Rechtsstaat notwendig erscheint".

Neues Leben in London

Im Juni 1933 wird er entlassen. Es beginnt das dritte Leben des Veit Valentin. Für kurze Zeit geht er nach Italien, dann erhält er einen Ruf an die University of London, er soll dort deutsche Geschichte lehren. Es ist keine feste Stelle, nur ein Lehrauftrag. Doch Valentin lebt sich gut ein und kommt blendend an. Und ihm gelingt ein weiterer großer Wurf: 1939 erscheint in Amsterdam und New York seine zweibändige Weltgeschichte.
Wieder zeigt sich sein Talent zur Pointe. Wieder weitet er den Horizont ins Politisch-Philosophische. Den Gedanken an den "Fortschritt der Menschheit" lehnt er ab, darin ganz Kind seiner Zeit. Insgesamt aber bleibt das Werk, das bis heute etliche Male neu aufgelegt und "fortgeschrieben" wurde, hinter Valentins Revolutionsgeschichte zurück, mitunter erweist es sich, wie so manches große Geschichtsbuch mit den Jahrzehnten, selbst als historisch.
1939 dann ein Schlag. Nach Kriegsbeginn wird Valentins Lehrauftrag nicht mehr finanziert. Zudem ist er im Jahr zuvor schuldig geschieden worden, Ilse Valentin hatte seine zahlreichen Amouren endgültig satt. Rettung kommt diesmal aus den USA. Er wird auf eine Vortragsreise eingeladen und bleibt.
Ein festes Einkommen hat er allerdings nicht, er durchquert das Land wie ein Handlungsreisender in Sachen Geschichte. Man hat gezählt, dass er an 35 amerikanischen Universitäten lehrte. Stiftungen unterstützen ihn, die Fletcher School, die Rockefeller Foundation. Er trägt Dokumente zusammen über den großartigen liberalen Bismarck-Gegner Eduard Lasker. Und er findet ein Thema, das sich an sein Revolutionsbuch anschließt: die deutsche Auswanderung nach Amerika. In Washingtons Kongressbibliothek kann er aus dem Vollen schöpfen.

Thomas Mann gratuliert

Und doch bringt er beide Arbeiten nicht zum Abschluss. Zumal er 1945 für die US-Regierung zum gefragten Mann wird. Valentin soll Material für die Nürnberger Prozesse sammeln, er kehrt zurück nach Deutschland. Als er durch Frankfurts Ruinen streift, erschrickt er zutiefst; Trost bringt allein das Wiedersehen mit der Schwester und dem Sohn. Er versucht, die deutsche Katastrophe zu begreifen. An der ausgebrannten Paulskirche nimmt er seine Mütze ab und verharrt.
Nochmals erscheint ein großes Werk, die Geschichte der Deutschen, die sofort ein Riesenerfolg wird; auch Thomas Mann gratuliert. 1946 heiratet Valentin ein zweites Mal, Liane Krolikiewicz ist fast dreißig Jahre jünger als er. Doch das private Glück narrt ihn. Sein Nierenleiden verschlimmert sich, Herzattacken kommen hinzu. Dann erhält er die Nachricht vom Freitod seines Sohnes. Lebenserschöpft stirbt Veit Valentin im Januar 1947 im Georgetown Hospital in Washington.
Es war eine Vita der jähen Wendungen, der Um-, Ab- und Aufbrüche. Und doch gab es da dieses eine Thema, das ihn nie verließ, das er verfolgte, fast obsessiv, und das ihn verfolgte: die Revolution von 1848. Der Traum von einer demokratischen Nation, von der deutschen Republik. Manche Volte dieses Lebens und Lebenswerkes blieb bis heute im Dunkeln. Denn seltsamerweise fehlt bis heute eine Biografie dieses großen deutschen Gelehrten und Weltbürgers. Oder sollte man sagen: bezeichnenderweise?

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