"Free winds and no tyranny for you. Freddie. Sailor of the seas. You pay no rent. Free to go where you please. Then go. Go to that landless latitude and good luck. For if you figure a way to live without serving a master, any master, then let the rest of us now, will you? For you´d be the first person in the history of the world." Lancaster Dodd (Philip Seymor Hoffman) zu Freddie Quell (Joaquin Phoenix) im letzten Gespräch zwischen beiden. Freddie geht dann.
Coco Chanel, Regie: Anne Fontaine, 2009
Coco kommt ins Billardzimmer
Étienne Balsan: Sieh an.
Coco: Ich gehe nach Paris.
Balsan: Was willst du dort tun?
Coco: Reich werden.
Balsan: Darf man fragen, mit welcher genialen Idee wir reich und berühmt werden?
Coco: Ich entwerfe Hüte.
Balsan: Exzellente Idee... Das geht hier genauso. Ich finanziere es dir.
Coco: Die paar Hüte für deine Freundinnen machen mich nicht reich.
Balsan: Du willst nicht im Ernst arbeiten. Das ergibt keinen Sinn. (zu Arthur Capel:) Was meinst du?
Capel: Ich finde sie hat Recht.
Balsan: Ihr Engländer, ihr lasst Frauen vielleicht schuften, aber wir hier haben uns einen Funken Galanterie bewahrt.
Coco Chanel & Igor Stravinsky, Regie: Jan Kounen, 2009
Dieser Film ist etwas ernster. Es kommen z.B. auch die Näherinnen der Firma Chanel zu Wort. Der Premiere von Le sacre de printemps (1913) wird erstaunlich viel Platz eingeräumt, dagegen wird weniger deutlich als im anderen Film, was das Neue an Coco Chanels Mode war. Ein richtiger Schluss scheint den Filmmachern nicht eingefallen zu sein.
Kommissar Süden und der Luftgitarrist, Regie: Dominik Graf, 2008
Dominik Graf ist bekanntermaßen der einzige deutsche Regisseur, der coole Krimis hinbekommt. Auch dieser gehört dazu.
Pauline am Strand, Regie: Éric Rohmer,1982
Dem Film ist ein Zitat von Chrétien de Troyes vorangestellt: "Qui trop parole il se mesfait." ("Wer zuviel redet, verliert sich selbst.") Pauline scheint das zu beherzigen.
Die letzte Metro, Regie: François Truffaut, 1980
Von Paris sieht man leider wenig, der Film spielt fast ausschließlich im Theater. Er handelt auch vom Theater, zudem von der Resistance und der Liebe. Er ist sehenswert.
Is Paris Burning? Regie: Rene Clement, 1966
Für das Thema, Auswahl der Schauspieler und die Aufnahmen von Paris verleihe ich drei Boxhandschuhe, für das Drehbuch gibt es vier vollgeschissene Unterhosen. Der Plot ist zerdehnt, es mangelt an Kohärenz. Sehr schade.
Jules und Jim, Regie: François Truffaut,1962
Das ist eine Literaturverfilmung. Henri-Pierre Roché schrieb 1953 den Roman Jules et Jim, der Begebenheiten schildert, die Roché mit seinem Freund, dem deutschen Schriftsteller Franz Hessel, und dessen Frau Helen Hessel, geborene Grund, erlebte. Truffaut verfilmte diese Geschichte.
Der Evangelische Filmbeobachter, München (Kritik Nr. 126/1962) schrieb: "Die Begriffe Ehe, Liebe und Verantwortung gegenüber dem eigenen Kind sind in diesem Werk der französischen «Neuen Welle» so pervertiert, daß man trotz seiner künstlerischen Werte - verdichtende Bildsprache, parodistische und karikierende Züge - nur ein klares Nein zu ihm sagen kann."
Vierzig Gewehre, Regie: Samuel Fuller, 1957
Der Evangelische Filmbeobachter, München (Kritik Nr. 126/1962) schrieb: "Die Begriffe Ehe, Liebe und Verantwortung gegenüber dem eigenen Kind sind in diesem Werk der französischen «Neuen Welle» so pervertiert, daß man trotz seiner künstlerischen Werte - verdichtende Bildsprache, parodistische und karikierende Züge - nur ein klares Nein zu ihm sagen kann."
Vierzig Gewehre, Regie: Samuel Fuller, 1957
In diesem Western spielt Barbara Stanwyck die unbarmherzige Großgrundbesitzerin Jessica Drummond, die sich in den US-Marshal Griff Bonnell (Barry Sullivan) verliebt, der auf der Jagd nach ihrem Bruder ist. Für eine Western aus den 50er Jahren ist Jessica Drummond m. E. eine ungewöhnliche Frauenfigur. Leider haben die Produzenten dem Film einen auffällig unpassenden Schluss verpasst, das Happy End muss man sich also wegdenken.
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