Im Wintersemester 1989/90 hielt Johannes Agnoli seine letzte Vorlesung an der FU Berlin. Sie wurde zu einer Summe seines Denkens, zum Einspruch gegen die Hoffnungslosigkeit einer linken Bewegung, der die Tradition und damit das historische Selbstbewußtsein abhanden gekommen ist. In subversiver Absicht gibt er die Geschichte der kommunistischen Utopie und beweist die Produktivität noch der Niederlagen. Beginnend mit dem alten Griechenland und dem Spartakusaufstand, über die Bauernkriege, die Renaissance und die Aufklärung hinweg, über Wilhelm Weitling, Karl Marx und Michail Bakunin bis in die Gegenwart hinein, zeigt Agnoli, was es heißt, den Antagonismus gegen Ausbeutung und Herrschaft zu organisieren und ihn zugleich zu denken.
“Die Subversion ist die Arbeit, die die Revolution vorbereitet. Sie ist nicht selbst die Revolution – und diese Arbeit ist notwendig, um der Revolution behilflich zu sein in der schwierigen Zeit ihrer Überwinterung.”
Walter Benjamin
Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
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