Neugierig geworden durch ein Kapitel in Armin Eichs
"Söhne des Mars", in dem er den Untergang der bronzezeitlichen
Hochkultur im sogenannten Seevölkersturm darauf zurückführt, dass
"vermutlich aufgrund demographischen Drucks (...) Teile der militärischen Gefolge nicht
mehr kontrollierbar und integrierbar" (S. 135) waren, habe ich das Buch
von Eric H. Cline: 1177 v. Chr. - Der erste Untergang der Zivilisation (Konrad
Theiss Verlag, Stuttgart 2015, 336 Seiten) gelesen. Eindrücklich beschreibt er
den Grad der Globalisierung im bronzezeitlichen Mittelmeerraum und dann, in
welcher Reihenfolge die Staaten des 2. Jahrtausends v. Chr. untergangen sind.
Zur Frage, wodurch sie untergegangen sind, bleiben seine Ausführungen leider
blasser, weniger thesenstark als die von Armin Eich. Das Buch von Eric Cline gibt
dennoch einen interessanten Einblick in das Fach der Altorientalistik und in seine Arbeitsweise.
Walter Benjamin
Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.
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