Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

10.04.16

Filme

The Hateful Eight (2015) Regie: Quentin Tarantino. Den Film hätte man insgesamt und besonders um einige Gewaltszenen kürzen können. Deutlich subtiler und mehr zur Diskussion anregend erzählt da ein anderer Hinstorienfilm von der Gewalt: a most violent year (2014) von Regisseur J. C. Chandor.

Der Staat gegen Fritz Bauer (2015) Regie: Lars Kraume, mit Burghart Klaußner als Fritz Bauer. Der Film porträtiert Fritz Bauer und zeigt sowohl das politische Klima der Gesellschaft in der BRD, als auch Möbel und Innenausstattung der 1950er- und 1960er-Jahre. Dass der Film auf platte Weise Bauers Homosexualität in den Mittelpunkt stellt, wie es in einer Kritik hieß, kann ich nicht bestätigen. Interessant ist, dass es inzwischen immerhin sieben Filme über Bauer gibt.


Carol (2015) Regie: Todd Haynes. Mit Cate Blanchett und Rooney Mara.
Weil er an Weihnachten lief und es im Film immer schneit, habe ich ihn leider als Weihnachtsfilm an der Grenze zum Kitsch in Erinnerung.

Dämonen und Wunder (Originaltitel: Dheepan) Regie: Jacques Audiard.
Mich wundert, dass ein Film mit einem so schlechten (nämlich guten) Ende die Goldene Palme (2015) gewinnen konnte.

Caravaggio (1986) Regie: Derek Jarman. Mit Tilda Swinton
Leider kann ich nicht sagen, warum mir dieser Film nicht gefallen hat.

Zwei Tage, eine Nacht (2014) Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne
 „Nach dem neuen Film der Dardenne-Brüder sieht man klarer, wie der Kapitalismus das Verhalten formt.“– Peter Körte: FAZ vom 25. Oktober 2014
Auf der Internetseite Trajectoires gibt es sogar einen Artikel von einem postmodern angehauchten Studenten, in dem er Christian Petzold mit den Dardenne-Brüdern vergleicht.

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