Nach den ersten hundert Seiten, auf denen der Autor, bzw. sein Ich-Erzähler, erklärt, warum er das Buch schreibt, wird es interessant und man lernt einiges: über Paulus und seinen Streit mit Petrus und Josephus, über Lukas und das Interesse der Römer und Griechen am Judentum, über die wunderlichen Worte und Taten von Jesus, über römische Schrifsteller (Seneca, Martial, Flavius Josephus) und Kaiser (Nero, Titus), über den jüdischen Aufstand und seine Folgen. Carrère gelingt es mit gewagten Vergleichen die Welt des 1. Jahrhunderts lebendig werden zu lassen. Ein aktueller französischen Autor, der seine Bücher, sofern die anderen diesem hier ähneln, recht interessant aufbaut.
Walter Benjamin
Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.
Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.
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