The Thomas
Crown Affair, Regie: Norman Jewison, 1968
Mit Steve McQueen und Faye Dunaway und schöner Musik von
Michel Legrand.
Noch cooler geht es nicht. Dieser Film ist sicherlich heute
noch das große Vorbild für Filme wie oceans eleven. Es geht um einen wohlhabenden
Unternehmer, der sich die Zeit nicht nur damit vertreibt Golf und Polo zu
spielen und zu fliegen, sondern auf der Suche nach Spannung und Abenteuer auch Banken
überfällt. Das bürgerliche Leben und seine Formen des Zeitvertreibs kommen also
tatsächlich nicht allzu gut weg, selbst ihre exklusiveren Formen sind so
langweilig, dass man was Aufregendes wo anders suchen muss.
Teorema, Regie:
Pasolini, 1968
Musik von Ennio Morricone und Mozart
Das ist ein ziemlich artifizieller Film. Es geht um die
Frage, was Leute daraus machen, wenn sie die Liebe erfahren. Diese Erfahrung
wird im Film personifiziert durch die Figur des namenlosen Gasts einer
großbürgerlichen Familie. Der Film zeigt in seiner zweiten Hälfte fünf
Möglichkeiten, mit der Erfahrung umzugehen: Die Tochter wird sprachlos, die
Mutter versucht die Erfahrung zu wiederholen, die Haushälterin interpretiert
das Erlebte religiös und wird zur Märtyrerin, der Sohn fühlt sich zur Kunst
ermutigt und der Vater verschenkt seine Fabrik an die Arbeiter. Es ist also nicht ausgemacht,
dass aus Erfahrung Erkenntnis folgt, geschweige denn Glück. (sehenswert war
auch der Dokumentarfilm Die Akte Pasolini, der die Rolle Pasolinis im Italien
der 60er und 70er Jahr beleuchtete.)
Possession, Regie: Andrzej Zulawski, 1981
Mit Sam Neill und Isabelle Adjani, die für ihr Spiel in
diesem Film in Cannes 1981 als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, was
sehr nachvollziehbar ist.
West-Berlin 1981, das sieht in diesem Film aus wie eine
Sciencefiction-Filmkulisse. David Lynch trifft auf Alien, plus Action: ein
düsteres Spektakel. Inhaltlich geht es auch wieder um die Liebe, Mark glaubt an
seine Frau Anna, obwohl sie sich mit dem Bösen einlässt. Leider sterben am
Schluss beide.
William S.
Burroughs a man within, Regie: Yony Leyser, 2010
Das ist das sehr gelungene Dokumentarfilm-Debut dieses
jungen Regisseurs. Es geht um das Leben von Burroughs und um seinen Einfluss
auf die Subkultur im 20. Jahrhundert.
00 Schneider im Wendekreis der Eidechse, Regie: Helge
Schneider, 2013
Ein sehr nostalgischer, lässiger und poetischer Film, es
dominieren herbstlichen Farben und Jazzmusik. Immmer wieder sieht man in langen
Einstellungen, wie sich der Hund des Kommissars auf dem Sofa rekelt oder Helge
Schneider tanzt im braunen Ledermantel mehrere Minuten in einer Tiefgarage. Die
surreale Komik ist eher ein Nebeneffekt. Per Schnitt erhält das Ruhrgebiet einen
Strand am Mittelmeer, das ist zunächst einfach schön und eben auch witzig.
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