Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

29.09.13

kleine Filmschau II


La règle du jeu (die Spielregel), Regie: Jean Renoir, 1939
Eine viel gelobte Komödie, Renoir spielt selbst mit. Der Film hinterlässt aber nicht solchen Eindruck wie die Große Illusion oder Bestie Mensch.

Katzelmacher, Regie: Rainer Werner Fassbinder, 1969
Besser als erwartet. Kleinstädtische Langeweile und Borniertheit werden einem beim Zuschauen aufgezwungen. Fassbinder schrieb das Drehbuch und spielt selber mit. Auf der DVD findet sich zudem der witzige Kurzfilm Das kleine Chaos.

Das verfluchte Haus, Regie: Elio Petri, 1970
Mit Franco Nero, dem original Django. Hier spielt er einen sehr erfolgreichen italienischen Künstler, der vor den Freunden seiner Kunst und vor seiner geschäftstüchtigen Frau in eine alte Villa flieht. Dort spukt es, weil eine junge Frau vor den Mauern des Anwesens ums Leben kam. Der Künstler versucht dem Schicksal dieses Mädchens auf die Spur zu kommen und beschäftigt sich immer obsessiver mit ihr, bis er am Ende versucht seine Frau umzubringen und in der Irrenanstalt landet. Es bleibt unklar, ob der Spuk seinen Träumen entspringt oder ob ein realer Spuk ihn in den Wahnsinn treibt.

Long hello & short goodbye, Regie: Rainer Kaufmann, 1999
Eine schöne Liebesgeschichte und für einen deutschen Krimi (es spielen Axel Milberg und Katja Riemann mit) erstaunlich unterhaltsam und formal unkonventionell. Der Bulle ist der Bösewicht.

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