Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

25.06.12

Rosen für den Staatsanwalt




















Deutschland 1959, Regie: Wolfgang Staudte


Nach „Die Mörder sind unter uns“, der schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs das Nachleben des NS thematisierte, drehte  Staudte rund 14 Jahre später, und nun in Westdeutschland, mit „Rosen für den Staatsanwalt“ einen Film, der das Thema wieder aufgriff.  Der Film ist sehenswert, nicht nur weil er die deutsche Gesellschaft der 50er Jahre spiegelt, sondern auch weil Martin Held den Staatsanwalt Dr. Schramm sehr  gut spielt. Aus heutiger Sicht ist dieser Staatsanwalt Schramm, vielleicht etwas zu deutlich gezeichnet, sodass die Figur ein wenig didaktisch konstruiert wirkt, allerdings führt gerade das zu den komischen Momenten des Films.  Interessant wäre zu wissen, wie der Film 1959 in Westdeutschland aufgenommen wurde, Staudtes Film „Der Untertan“ war  hier immerhin von 1951 bis 1956 verboten.

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