Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

28.05.12

Die Nacht von Lissabon

















Erich Maria Remarques Roman erschien 1962 und wurde 1971 von Zbynek Brynych für das deutsche Fernsehen verfilmt. Er ist nicht zu verwechseln mit Pascal Merciers Nachtzug nach Lissabon, aber in beiden Büchern geht es um Geschichte. Bei Remarque um die Geschichte des Josef Schwarz, die er in Lissabon, wo seine Flucht vor den Nazis endet, einem Unbekannten erzählt. Um diesen als Zuhörer zu gewinnen, verspricht er ihm zwei Schiffstickets. Er muss also dafür bezahlen, dass seine Erlebnisse und er selbst nicht vergessen werden. Der Film, in den herbstlichen Farben und im Stil der siebziger Jahre gedreht, findet passende Bilder für die Situation des Emigranten Schwarz.
Bei Mercier macht sich der schweizerische Lateinlehrer Gregorius auf die Suche nach einem portugiesischen Dichter. Diese Suche führt in nach Lissabon und in dessen Vergangenheit. Es geht um den Widerstand gegen das Salazar-Regime, das philosophische Thema sind die Möglichkeiten, die das Leben einem bietet.

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