Auf den traurigen Film "Little Big Man" von Arthur Penn, machte Georg Seeßlen in der ZEIT aufmerksam: "Es waren drei
Bücher, die am Ende der Siebzigerjahre, als das Jahrzehnt schon
reichlich verbraucht daherkam, an den Schnittstellen von Wissenschaft
und Pop einen gehörigen Kultstatus erlangten. Das heißt: Man musste
diese Bücher nicht einmal gelesen haben, auf jeden Fall nicht von vorn
bis hinten, um sie in die eigene Diskurs- und Schwafel-Kultur
einzubauen.
Das
eine stammt von dem US-amerikanischen Physiker, Informatiker und
"Kognitionswissenschaftler" Douglas R. Hofstadter und trägt den Titel Gödel, Escher, Bach: Ein Endloses Geflochtenes Band. Darin
geht es um selbstreferenzielle Muster in Mathematik, Ästhetik, Biologie
und Bewusstsein und um die Überzeugung, dass sich solche "seltsamen
Schleifen" in autonomen Computerprogrammen fortsetzen werden.
Das zweite Buch wurde geschrieben von Joseph Campbell und heißt Der Heros in tausend Gestalten. Es
war zwar schon 1949 erschienen, entfaltete seine Wirkung aber erst in
der Abenddämmerung des Hippietums. Noch heute steht es in der Liste der
100 einflussreichsten Bücher bei der New York Times. Am Ende
der Siebzigerjahre jedenfalls war dieses Werk über das
kulturenübergreifende Wesen des Geschichtenerzählens eine Bibel unter
den großen Pop-Mythikern: Bob Dylan, Stanley Kubrick, Jim Morrison von
den Doors, Steven Spielberg gehörten zu den Bewunderern des Buches. Und
so auch George Lucas, der Schöpfer von Star Wars.
Das dritte Buch war ebenfalls eine Wiederentdeckung, Leslie A. Fiedlers Die Rückkehr des verschwundenen Amerikaners. Die Wiedergeburt des Indianers im Bewußtsein des Neuen Westens. Es
beschwört die Gespenster des amerikanischen Genozids und beschreibt die
Wiederkehr eines archetypischen Indianers im "New Western" – etwa
Thomas Bergers 1964 herausgekommenes Buch Little Big Man, das
durch Arthur Penns Verfilmung auch hierzulande berühmt wurde (mit Dustin
Hoffman als Siedlersohn, der ab seinem zehnten Lebensjahr bei den
Cheyenne aufwächst)."

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