A ciascuno il suo / Zwei Särge auf Bestellung (1967)
Ein Krimi: “Erst bekommen zwei Honoratioren des besseren
Mittelstandes von Cefalù anonyme Drohbriefe, dann sind sie tot. (...) Die
Bürger der kleinen, sizilianischen Stadt wollen das Ganze auf sich beruhen
lassen, wie man das halt so tut – nur nicht Paolo Laurana, der glaubt, dass es
hier um ganz andere Dinge als bloße Ehrenhändel ging.“ (Aus dem Beiblatt zur
DVD)
Un tranquillo posto di campagna / das verfluchte Haus (1969)
Ein Gruselfilm: “Leonardo Ferri braucht Ruhe, um seine Kunst
zu schaffen. So zieht er aufs Land, in ein Haus, in dem während des Krieges
eine Frau ermordet wurde. Dort findet er aber auch nicht zu sich, wird immer
nervöser, unbeherrschter, unberechenbarer...Ein viel zu wenig bekanntes Hauptwerk
Petris – halb Schauerstück in krass atonalen Tönen, halb Sozialgroteske von
(...) melancholischer Art.“ (Aus dem Beiblatt)
Eine Erzählung: “Das Prägewerk Fabrik: Gefangen, lärmbombardiert, ausgesetzt dem Fließband und beziehungslos zur hergestellten Ware, mutieren die Arbeiter zu Parodien dessen, was Menschen waren oder sein könnten. Gian Maria Volonté, ohnmächtig zitternder Held des Films, ist das robotende Ass der Fabrik, das seine Produktivität selbst noch durch sexuelle Träume zu steigern weiß. Der Job bringt ihn um einen Finger, der Streik um den Job, der Verlust beider zur Einsicht, dass die Fabrik sein Leben verpfuscht hat. Seine Wiedereinstellung, von der Gewerkschaft als Sieg gefeiert, gerät im Licht der Erkenntnis zur Verdammnis.“ (aus dem Beiblatt) Der Film gewann 1972 die Goldene Palme in Cannes. Die kongeniale Musik (von Ennio Morricone) und der Schnitt zeigen den Rhythmus der Maschinen, der den Arbeitern den Takt vorgibt. Die Inszenierung der Fabrik erinnert an Modern Times oder Dancer in the Dark.
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