Walter Benjamin

Schwerer ist es, das Gedächtnis der Namenlosen zu ehren als das der Berühmten.
Dem Gedächtnis der Namenlosen ist die historische Konstruktion geweiht.

Walter Benjamin, Gesammelte Schriften, Band I, Seite 1241.

26.08.13

Lafayette





















Gilbert Motier the Marquis De La Fayette as a Lieutenant General, 1791
Portrait of Joseph-Désiré Court (1797-1865)

Amerikas Unabhängigkeit, Europas Freiheit: Der Marquis von Lafayette kämpfte auf beiden Kontinenten für die Menschen- und Bürgerrechte. Ein Artikel von Ronald Gerste

Die USA und Europa verbindet mehr, als sie je trennen könnte. Vor allem verbindet sie die Freiheit, jene Freiheit, die Ende des 18. Jahrhunderts triumphierte. Dafür steht drüben der 4. Juli 1776, der Tag der Unabhängigkeitserklärung und heutige Nationalfeiertag, und auf dieser Seite des Atlantiks der Quatorze Juillet, der 14. Juli 1789, als in Paris die Bastille fiel.
Es ist eine Geschichte, die sich in vielen Schicksalen spiegelt: Man mag an die Amerikaner Benjamin Franklin und Thomas Jefferson in Paris denken oder an den englischen Vordenker der Amerikanischen Revolution, Thomas Paine, an Polens Freiheitskämpfer Tadeusz Kościuszko, der auch in Amerika für die Republik focht (und schon damals für das Ende der Sklaverei) – oder an den berühmtesten "Helden zweier Welten", an Marie-Joseph Paul Yves Roch Gilbert du Motier, den Marquis de La Fayette.
Es ist vor allem Lafayette (wie er sich von 1790 an schrieb), der zur Symbolfigur eines in Freiheit mit Amerika verbundenen Europas wurde. Sein Leben zeigt aber auch, wie schwer der Kampf in der Alten Welt war. Die Radikalisierung der Revolution in Frankreich machte ihn zum Emigranten. Er geriet nach Deutschland, wo ihn das preußische und Habsburger Ancien Régime, hasserfüllt gegen alles Republikanische, kurzerhand einkerkerte. Doch er gab nie auf. Noch im hohen Alter, in der französischen Revolution von 1830, zog er wieder, ein letztes Mal voran.

Ein Unbeirrbarer. Ein Weltbürger von aristokratischem Stolz. Und tatsächlich wird der Mann, den der amerikanische Historiker Harlow Giles Unger 2002 in seiner Biografie einen "Pionier der individuellen Freiheit und religiösen Toleranz" nennt, einen "Vorkämpfer für die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Abschaffung der Sklaverei", in einem Palast geboren, am 6. September 1757 auf Schloss Chavaniac in der Auvergne. Der Bürgerrechtler ist kein Bürger, sondern ein Spross des Hochadels. Schon früh berührt die Weltgeschichte sein Leben: In der Schlacht bei Minden 1759 tötet eine englische Kanonenkugel seinen Vater. Dieser Krieg, der Siebenjährige, verläuft desaströs für Frankreich, das Land wird vom britischen Rivalen gedemütigt, und das Kind Lafayette träumt von Rache – für Frankreich, für seinen Vater.
Die Zukunft des jungen Marquis ist vorgezeichnet. Bei den Schwarzen Musketieren in Versailles beginnt er als Unterleutnant seine Militärkarriere. In der Reitschule macht er die Bekanntschaft des Thronfolgers Ludwig und seiner Brüder. Alle drei sollten, vor und nach der Revolution, Frankreichs Thron besteigen (Ludwig XVI. 1774, Ludwig XVIII. 1814, Karl X. 1824) – alle drei gleich unbedeutende, glücklose Gestalten.
Als Lafayette 15 Jahre alt ist, wird eine Ehe arrangiert. Durch die Heirat mit der zwölfjährigen Adrienne tritt er in den Familienkreis des Herzogs von Noailles, eines noch reicheren, noch mächtigeren Adelsgeschlechts. Doch wird aus der Kinderehe mit den Jahren nicht nur eine tiefe Liebe, sondern auch eine politische Partnerschaft. Adrienne sollte ihren Mann bei seinem Kampf für la liberté gegen die Interessen ihrer eigenen Verwandtschaft, gegen ihren eigenen Stand unterstützen und in seinen dunkelsten Jahren sein Leiden, gar seine Gefängniszelle aus freiem Willen mit ihm teilen.
La liberté – dieses von der radikalen Aufklärung beschworene Ideal zieht Lafayette in den Bann. In seiner Freimaurerloge wird darüber diskutiert. Dort begegnet ihm ein Mann, dessen Schriften Lafayette geradezu verschlingt: der Abbé Guillaume Raynal. Er wettert gegen den Kolonialismus und fordert die Befreiung der Sklaven; seine späterhin so berühmte Geschichte beider Indien wird von der Kirche auf den Index gesetzt und vom König verboten, eine weitere Auflage öffentlich verbrannt. Raynal ist es denn auch, der einen Kontinent ausgemacht hat, wo die Freiheit eines Tages politische Wirklichkeit werden könnte: Nordamerika.
Von dort kommen elektrisierende Nachrichten. Die Untertanen der englischen Krone haben sich, zunächst in Boston, dann in anderen der 13 Kolonien, gegen König Georg III. erhoben. Einige sind bereits für die Freiheit gestorben, bei Lexington, bei Bunker Hill. Dann trifft in Europa die spektakuläre Kunde ein: Am 4.Juli 1776 haben sich die Kolonien völlig losgesagt.
Lafayette, noch keine zwanzig, ist begeistert. Er will sich in den Dienst dieser "Vereinigten Staaten" stellen. Nicht einmal die erste Schwangerschaft seiner Frau hält ihn auf. Ende April 1777 geht er im französisch-baskischen St.-Jean-de-Luz an Bord der Victoire . "Das Glück Amerikas", schreibt er auf der Überfahrt enthusiastisch, "ist auf das Engste verbunden mit dem Glück der gesamten Menschheit."
Er ist nicht der einzige französische Offizier, der damals nach Nordamerika segelt. Frankreich unterstützt mit klammheimlicher Freude die Kolonisten gegen den Erbfeind England. Die militärische Kompetenz und der Mut des blutjungen Lafayette machen Eindruck. Der Befehlshaber der Rebellenarmee ernennt ihn zu seinem Adjutanten. Es ist ein Pflanzer aus Virginia namens George Washington. Er wird für Lafayette zu dem Vater, den der junge Auvergner nie hatte.
In langen Briefen an Adrienne preist Lafayette seine Umgebung und schreibt jetzt "wir Republikaner". Er erkennt – vielleicht ein wenig zu begeistert – in dem um seine Zukunft ringenden Staatswesen eine gesellschaftliche Verfassung und ein Selbstverständnis, die so ganz anders sind als im feudalen Europa: "Der reichste Mann und der ärmste begegnen sich hier auf derselben Stufe, und auch wenn es einige große Vermögen in diesem Land gibt, so kann man dies nicht am Verhalten des einen gegenüber dem anderen erkennen."
Für dieses neue Land setzt er sein Leben ein. In der Schlacht von Brandywine im September 1777 verhindert er ein militärisches Desaster und wird dabei verwundet. Zudem agiert Lafayette für die französische Regierung, die auf ein offenes Bündnis mit den Amerikanern zusteuert, inzwischen als wichtiger Verbindungsmann. Der Stolz des Boy General"Our Marquis", wie ihn die Amerikaner nennen – auf seine neuen Landsleute kennt keine Grenzen. An Adrienne schreibt er, sie möge sich als "Frau eines amerikanischen Offiziers" betrachten und entsprechend auftreten: "Die Feinde Amerikas werden Dir erzählen: ›Sie sind geschlagen‹, ›Philadelphia ist eingenommen, die amerikanische Hauptstadt, der Boulevard der Freiheit.‹ Dann nimm alle Höflichkeit zusammen und sage ihnen nur: ›Ihr seid Schwachköpfe!‹"
Mit Washington und der Armee teilt er die Härten des Winters von Valley Forge, steht dem General bei, als Neider und Intriganten seine Absetzung betreiben. Lafayette wird eine Art inoffizieller Außenminister für Washington und erlebt einen Triumphzug, als er im Frühjahr 1779 in dessen Auftrag nach Paris zurückkehrt. In den nächsten Wochen macht er sich für die Entsendung eines französischen Expeditionskorps unter Graf Rochambeau stark.
Auch privat gibt es Grund zu Freude, doppelten Grund: Nach Töchterlein Anastasie, das während Lafayettes Abwesenheit auf die Welt kam, folgt ein Sohn, der auf den Namen George-Washington Lafayette getauft wird. Fünf Jahre später folgt eine weitere Tochter; auch in ihrem Namen klingt die Erinnerung an Amerika an: Virginie.
Zum Sommer 1780 ist Lafayette wieder dort. Mit seinen Männern zieht er den Briten unter Lord Cornwallis entgegen. Auch ein persönliches Motiv treibt ihn an: Auf der anderen Seite kämpft Generalmajor William Phillips, der einst bei Minden jene Batterie kommandierte, die Lafayettes Vater tötete. Phillips erliegt allerdings einem Fieber, bevor die Truppen aufeinandertreffen.
Im Oktober 1781 fällt die Entscheidung. Cornwallis’ Truppen haben sich bei Yorktown in Virginia verschanzt. Der französisch-amerikanischen Armee unter Washington und Rochambeau gelingt es, sie einzuschließen, eine französische Flotte schneidet ihnen den Rückzug über die Chesapeake Bay ab. Cornwallis kapituliert.
Der Erzbischof warnt den König: "Das ist der Gefährlichste von allen!"
Nach langen Verhandlungen in Paris wird England die Unabhängigkeit seiner Kolonien 1783 anerkennen. Bundesstaaten sind es nun, Teil der Vereinigten Staaten, und gleich mehrere von ihnen machen Lafayette zu ihrem Ehrenbürger.
An Europas Höfen hingegen ist sein Ruf ruiniert. Als er, noch im Krieg, den Plan skizziert, die Insel Jamaika den Briten wegzunehmen und sie Spanien zu überlassen, das ebenfalls als Rivale Englands die Rebellen unterstützt, ruft der spanische König entsetzt aus: "Nein, nein! Den will ich dort nicht. Der macht eine Republik daraus."
Zur selben Zeit beginnt es in Frankreich zu rumoren. Nicht zuletzt wegen des militärischen Engagements in Amerika ist das Land pleite, überall macht sich Unmut breit. 1787 wird die Notabelnversammlung einberufen, 1789 die der Generalstände – beiden gehört Lafayette an. Der Erzbischof von Toulouse warnt Ludwig XVI. vor Lafayette: "Das ist der Gefährlichste von allen."
Der junge General verfasst zusammen mit Amerikas Botschafter in Paris, mit Thomas Jefferson, eine Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, in der Jeffersons einleitender Passus aus der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung widerklingt: "Alle Menschen sind gleich erschaffen." Sie wird den Generalständen am 11. Juli 1789 präsentiert. Drei Tage später fällt die Bastille. Ein neues Zeitalter hat begonnen.
Lafayette ist in seinem Element. Am 15. Juli übernimmt er den Befehl über die Nationalgarde. Es gilt, Exzesse zu verhindern: "Ich habe bereits das Leben von sechs Menschen gerettet, die gehenkt werden sollten. Die Menschen sind wie wahnsinnig, trunken vor Macht. Sie werden nicht für immer auf mich hören." Eine düstere und zutreffende Prophezeiung. Das Volk von Paris, vor allem die sich radikalisierenden Sansculotten, sind nicht mit den Farmern und Handwerkern in Boston und Philadelphia zu vergleichen. Die revolutionäre Dynamik überall in Frankreich wird genährt von der Erfahrung der Unterdrückung, einem Hass auf die Herrschenden, den Amerika nicht gekannt hat.
Der General des Volkes versucht den Tiger zu reiten. Die große Fête de la Fédération am 14.Juli 1790, dem ersten Jahrestag der Revolution, auf dem Marsfeld führt rund 300000 Menschen zusammen. Sie feiern die neue Freiheit in einer Art Gottesdienst. Dazu lassen sie Lafayette hochleben – und noch rufen sie "Vive le Roi!". Es ist Lafayettes größter Triumph und zugleich der Wendepunkt seines Schicksals.
Schon verdächtigen ihn die Ersten, nach der Macht zu greifen. Doch er will die Monarchie mit der Revolution versöhnen. Einen Putsch lehnt er ab. "Die Zeit wird vielleicht kommen", bemerkt der amerikanische Botschafter William Short ahnungsvoll, "da er bedauert, die Gelegenheit nicht genutzt zu haben."
Bereits 1791, nach der missglückten Flucht Ludwigs XVI., sinkt Lafayettes Stern. Die konstitutionelle Monarchie ist kompromittiert. Zur selben Zeit drohen die europäischen Mächte mit einer Intervention. Die bürgerlichen Girondisten nehmen den Fehdehandschuh auf, Frankreich erklärt den Krieg. Lafayette übernimmt das Kommando über eine Armeegruppe bei Metz.
Doch der Einfluss der Radikalen hat längst das Heer erreicht, wiederholt verweigert man seine Befehle. In Paris wird die königliche Familie inhaftiert. Der kompromisslose Anwalt Maximilien Robespierre gewinnt an Einfluss, der Arzt Jean Paul Marat predigt den Terror. Im August 1792 verfügt Justizminister Georges Danton, auch er ein radikaler Republikaner, Lafayettes Verhaftung. Der General spürt, dass die Partie verloren ist: "Welche Sicherheit kann es in einem Land geben, in dem Robespierre als Weiser, Danton als ehrlicher Mann und Marat als Gott gilt?"
Mit einigen Getreuen will er in die Niederlande fliehen. Doch an jenem 17. August kommt er nur bis Rochefort im heutigen Belgien, dort wird er von Soldaten der antifranzösischen Koalition verhaftet. "Im Lauf der nächsten fünf Jahre", schreibt der Historiker Paul Spalding 2010 in seinem Buch Prisoner of State, "wird Lafayette der berühmteste politische Gefangene der Welt."
Ein eilig zusammengerufenes Tribunal kommt zu dem Schluss, "die Existenz von Monsieur de Lafayette" sei "nicht vereinbar mit der Sicherheit der europäischen Regierungen". Die Preußen bringen ihn auf ihre niederrheinische Festung Wesel. Doch als wenig später, im September 1792, das Heer der "freyen Franken" bei Valmy die Invasionsarmee der deutschen Fürsten zum Rückzug zwingt, ist das preußische Rheinland bedroht.
Lafayette wird nach Magdeburg verlegt. Hier lockern sich die Haftbedingungen, er darf Briefe schreiben, Bücher kaufen. König Friedrich Wilhelm II. indes ist der prominente Gefangene lästig. 1794 wird Lafayette den Österreichern übergeben, und diese kühlen ihr Mütchen an ihm. Sie werfen ihn im mährischen Olmütz ins Verlies. Dass Lafayette überlebt, verdankt er Freunden und Bewunderern, die seinen Fall in den Gazetten halten. Zu den wichtigsten Unterstützern zählt der Hamburger Publizist (und Revolutionssympathisant) Johann Wilhelm von Archenholtz. In seiner Zeitschrift Minerva nennt er die Internierung "die größte Grausamkeit dieses Jahrhunderts". Auch die Familie des Hamburger Kaufmanns und Freigeists Georg Heinrich Sieveking zieht die Fäden zu Lafayettes Gunsten.
Unterdessen ist es Adrienne gelungen, aus Paris ins freie Hamburg zu fliehen. Von dort reist sie nach Olmütz, wo sie mit ihren beiden Töchtern das Kerkerleben ihres Mannes teilt; Sohn George-Washington hat in den USA Asyl gefunden. Mehr als drei Jahre währt das Olmützer Elend. Im September 1797 endlich öffnet sich das Tor der Festung, und Lafayette wird dem amerikanischen Gesandten in Hamburg überstellt.
Ins Frankreich des Direktoriums zurückgekehrt, gewinnen die Lafayettes vor allem dank Adriennes Verhandlungsgeschick einiges von ihrem Familienbesitz zurück. Sie leben auf einem Anwesen im Département Seine-et-Marne, wo Lafayette sich als gentleman farmer betätigt – ganz wie einst sein 1799 gestorbener Gönner Washington auf Mount Vernon. (Dort kann man noch heute jenen Schlüssel der Bastille sehen, den Lafayette dem ersten US-Präsidenten schenkte.)
Zu Napoleon hält Lafayette Distanz. Er ist tief enttäuscht, dass Frankreichs Weg in die Monarchie zurückführt, in das Kaiserreich eines Militärdiktators. Und es ist schließlich Lafayette, der als Abgeordneter der Chambre des représentants im Juni 1815, nach Waterloo, den Antrag einbringt, Napoleon abzusetzen. Selbst nach der Macht zu greifen, verschmäht er in jenen Tagen allerdings ebenso wie während des restaurierten Bourbonenregimes. Er begnügt sich damit, einen Club für die Pressefreiheit zu gründen, Les Amis de la Liberté de la Presse.
1917 greifen die USA in den Krieg ein: "Lafayette, we are here!"
Und noch ein letztes Mal verweigert er sich, als 1830 in Paris erneut das Volk aufsteht, jetzt gegen den jüngsten Bruder Ludwigs XVI., König KarlX. Die Deputierten machen Lafayette erneut zum Befehlshaber der Nationalgarde, und er verspricht: "Mit 73 werde ich genauso handeln wie mit 32!" Wieder, wie 1791, ruft alles "Vive Lafayette!", "Vive la liberté!". Und wieder missglückt die Umwandlung des Landes in eine Republik. Die Bourgeoisie fürchtet um ihre Herrschaft, am Ende sitzt der "Bürgerkönig" Louis-Philippe auf dem Thron. Die Losung seiner Regierung ist von faszinierender Schlichtheit: Enrichissez-vous! – Bereichert euch!
Lafayette muss es nicht mehr lange erleiden. Am 20. Mai 1834 stirbt er in Paris und wird dort neben seiner geliebten Adrienne, die ihm bereits 1807 vorangegangen ist, bestattet. Man streut Erde aus Bunker Hill auf sein Grab; so liegt er in französischer wie amerikanischer Erde. Als die USA 1917 aufseiten Frankreichs in den Weltkrieg und damit erstmals überhaupt in Europa in einen Krieg eingreifen, ist die Erinnerung an den Marquis präsent. "Lafayette, we are here!" wird zum Motto der Soldaten – als gelte es, im Kampf gegen Preußen-Deutschland, noch eine Dankesschuld abzutragen, eine Freiheitsschuld.
Lafayette selbst hatte bei seinem triumphalen Besuch der USA 1825 eine Art Bilanz seines Lebens gezogen. Als Präsident John Quincy Adams im Weißen Haus einen Toast auf Lafayettes Geburtstag, den 6. September, und auf Washingtons Geburtstag, den 22. Februar, ausbringt, antwortet Lafayette unter Tränen: "Auf den Geburtstag der Freiheit!" Das Datum aber, das er dann nennt, ist der vierte Juli. Nicht der vierzehnte.

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